Rebecca Janko Copywriting

Die Urlaubssünde

Okayyy.. die meisten von euch wollen von der Urlaubssünde erfahren, die ich im letzten Newsletter kurz erwähnt habe.

​

Also here it is:

​

Es war der dritte Urlaubstag. Mir klebte der Sand des Strandes an jedem Fleck meiner Haut – die Luftfeuchtigkeit von 70% machte es unmöglich, ihn zu entfernen.

​

Zum Aufstehen war es zu heiß. Unter den Sonnensegeln am Strand stand die Luft und ich hatte das Gefühl, kaum atmen zu können.

​

Mein Freund war gerade etwas zu trinken holen, während ich die Kleine auf mir liegen hatte (die nochmal extra Hitze geschmissen hat..super!)

​

Aus dem Augenwinkel seh ich, wie er mit jemandem redet. Och ne, lass Dir bitte nichts aufschwatzen, denk ich mir.

​

Er kommt zurück und meint

„Ich hab gerade mit dem Fotografen vom Hotel gesprochen. Wäre cool wenn wir Bilder machen.“

​

Ich schau ihn skeptisch an und ziehe eine Augenbraue hoch.

Einen Abend zuvor waren wir auf einem türkischen Basar und empfanden die Verkaufsmentalität dort als ziemlich.. penetrant.

​

„Wieviel kostet das denn?“

​

„Nur 8€ pro Bild. Und er meinte, wenn wir mehrere nehmen macht er uns einen guten Preis.“ gibt mein Freund positivgestimmt zurück.

Nagut, das geht ja echt, denke ich mir.

​

Einen Abend später finden wir uns posend vorm Springbrunnen vor der Terrasse des Hotels wieder. Die schwüle Luft klebt mir die Haare an Stirn und Arme bei jeder Bewegung.

​

Das gezwungene Lächeln tut mir langsam in den Wangen weh, aber der Fotograf gibt zugegebenermaßen alles, damit wenigstens die Kleine natürlich lacht.

​

Während wir auf dem Bauch liegen und mir die Mücken die Brust zerstechen, versuchen vorbeigehende Hotelgäste unsere Kleine zu entertainen, denn die Laune hat sie schon lange verlassen.

​

Naja, wenn da 5-10 schöne Bilder rauskommen, bin ich schon voll zufrieden, geht es mir durch den Kopf.

​

Am nächsten Morgen sichten wir die Fotos und sind erstaunlicherweise positiv überrascht: Es sind doch viele tolle Bilder dabei, vorallem von der Kleinen. (Klar, das zieht ja immer bei Eltern)

​

27 Bilder haben wir ausgewählt.

​

Nagut, er wollte uns ja einen guten Preis machen, wenn wir mehrere Bilder nehmen, denk ich mir.

​

Und mitten in diesem „Haach, so süße Bilder von der Kleinen🥹“-Gefühl kommt er dann um die Ecke mit:

​

„Achso, wenn ihr die Bilder digital haben wollt, kostet es 10€ pro Bild. Da kann ich auch nichts machen, ist so vorgeschrieben von der Firma. Für 8€ bekommt ihr nur die ausgedruckten Bilder, aber schlechte Qualität, schlechte Qualität!“

​

🤨

What?

​

Und zack. Wir waren schneller in der türkischen Verwirrungs-Preis-Verhandlungsstrategie drin, als wir gucken konnten.

Der Oxytocincocktail an Gefühlen davor machte es nicht gerade besser.

​

„Also sonst kostet schon ein Fotoalbum 150€. Mit den Bildern digital wärt ihr bei über 400 €. Aber wenn ihr dazu noch eine Schieferplatte nehmt, kann ich euch alles für 350€ geben. Oder wisst ihr was, wir machen 330€.“

​

Mein Kopf ratterte.

Eigentlich hatten wir extra einen All-inclusive Urlaub gebucht, dass wir eben NICHT noch zusätzlich hohe Kosten hatten.

Mein Freund, auch dezent überfordert und im Kopf 10×27 rechnend, willigte ein.

​

Obwohl es uns eigentlich viel zu teuer war.

​

Die folgenden Tage waren leider nicht so entspannt, wie sie hätten sein können, denn uns ist aufgefallen: Das sprengt dezent unser Urlaubsbudget.

​

Wir haben ihn nochmal angesprochen, ob sich da noch was machen lässt, oder wir nochmal aussortieren können und nur ein paar digitale Bilder nehmen.

​

„Das Fotobuch ist jetzt schon begonnen. Dann müsstet ihr eben nur für das Cover bezahlen, 150€, ohne Bilder.“

What`??

​

Jedenfalls habe ich das ein oder andere graue Haar dadurch bekommen. Und das, obwohl ich eigentlich mit dem Fotografen an sich super klargekommen bin.

​

Das Ende vom Lied war, dass wir noch ein zweites Fotoshooting, diesmal am Strand, dazubekommen haben und insgesamt 300€ gezahlt haben. Also circa 16.745,00 Türkische Lira.

​

2 Dinge habe ich daraus gelernt:

​

  1. Kommuniziere KLAR.

Wir hätten auch einfach vorher konkret fragen können – für was sind die 8€? Gibt es eine Mindestabnahmemenge?

Aber wir haben blauäugig vertraut.

​

und 2. Triff irgendwann eine Entscheidung – ewiges Hin- und Her macht Dich sonst kirre

Es hat ca. 3 Tage gedauert, bis wir mit ihm dann endlich auf einen Nenner kamen und uns geeinigt haben – mit einem halbwegs guten Bauchgefühl.

Die Tage waren furchtbar.

Schlimmer, als dann letztendlich die 300€ zu zahlen. Das war eigentlich voll ok. Wir hatten im Kopf ein Drama gemacht, das eigentlich nicht da sein musste – weil wir quasi zu einer Entscheidung „gezwungen“ wurden, die wir ohne Druck vielleicht dennoch getroffen hätten.

​

​

Und genau diese zweite Lektion ist übrigens ziemlich genau das, worum es bei ENERGIE LÜGT NIE unter anderem auch geht. Nicht ewig zwischen fremden Formeln und der eigenen Stimme hin und her schwanken, sondern irgendwann einfach schreiben, was sich wahr anfühlt.

​

Falls Du noch nicht auf der Warteliste bist: Hier kannst Du Dich eintragen, ganz unverbindlich.

​

Falls Du schon auf der Warteliste bist – stay tuned. Ich werkel im Hintergrund schon fleißig.🤗

​

Wir lesen uns.

​
GaliGrü,
Rebecca ♥

​

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen