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Kennst Du das Gefühl, wenn Du schlagartig in eiskaltes Wasser tauchst und es Dir die Luft abschneidet? Wenn Du wie ein röchelndes Hängebauchschwein nach Luft ringst? Ich kenne es. Leider. Diese Erfahrung würde ich in die Kategorie „hinterher ist man immer schlauer“ packen. 2016. Ich stehe hinterm Geländer der Drahtseilbrücke. Einige Menschen stehen um mich herum – natürlich auf der anderen Seite des Geländers. Irgendwie denke ich mir die ganze Zeit, das ist eine dumme Idee. Tu es nicht. Wie bist Du überhaupt auf diese Idee gekommen, Rebecca? Und dann höre ich einen Mann sagen „Ach, die springt eh nicht.“ Das war der Moment, in dem mein imaginärer Mittelfinger hochgeht und alles in mir ruft: Jetzt erst recht, Du *piiiep* Und ich sprang. Tatsächlich applaudierten die Leute sogar. Aber das war mir im Moment des Auftauchens völlig egal. Das Wasser war so scheiße kalt, dass sich mir alles zusammenzog. Ich konnte nicht mehr atmen. Meine Lunge pfiff aus dem letzten Loch. Mein Kumpel, der am Ufer auf mich wartete, warf mir einen besorgten Blick zu und empfing mich mit einem „Ist alles ok, Becci?“ Nein. War’s nicht. Und dennoch war ich stolz, mutig gewesen zu sein. Ich erzähl Dir das, weil Mut meist am Anfang unangenehm ist. Und dieses ewige Gedankenkarussell vorher. Genauso ging es einer Kundin von mir. Sie war einfach (noch) nicht mutig genug, „zu springen“. Sich spitz zu positionieren und die neuen Texte auf ihre Website zu nehmen. Ein stückweit kann ich das nachvollziehen. Aber an einem gewissen Punkt muss man eben mal die Pobacken zusammenkneifen und Rückgrat beweisen. 🙂 Wann hattest Du Deinen letzten Mutmoment? Wir lesen uns.♥ Deine Rebecca PS: Wenn Du das Video sehen willst, klicke hier. Die 25 Minuten vorm Sprung, in denen ich gezögert habe, sind natürlich rausgeschnitten. 🫣 |